Die Rente ist sicher, verkündete einst ein Politiker. Wahrscheinlich meinte er seine eigene. Die Realität für die meisten Arbeitnehmer sieht leider anders aus. Schon jetzt reicht die gesetzliche Rente nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Und die Prognosen für die Zukunft versprechen nichts Gutes. Das gesetzliche Rentenniveau wird sehr wahrscheinlich weiterhin sinken, hinzu kommt der demographische Wandel. Eine stetig kleiner werdende Anzahl von Beitragszahlern, muss eine stark zunehmende Anzahl von Rentner finanzieren. Um dieses System weiter aufrecht zu erhalten und vor einem Kollaps zu bewahren, werden die Rentenbeiträge in Zukunft wohl weiter erhöht werden müssen.
Was also können Sie aufgrund dieses wenig erfreulichen Ausblicks tun, um nicht in eine Altersarmut zu rutschen?
Grundlagen der Altersversorgung
Um sich einen Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen, ist es wichtig, ein Verständnis für die drei Säulen der Altersvorsorge zu bekommen:
Gesetzliche Rentenversicherung: Sie bildet nachwievor die wichtigste Säule. Die Finanzierung wird durch Faktoren wie höhere Lebenserwartung und Geburtenrückgang langfristig immer schwieriger, weshalb ein niedrigeres Rentenniveau kaum zu vermeiden ist.
Betriebliche Altersvorsorge: Seit 2002 haben Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Durch staatliche Förderungen hat der Arbeitnehmer einen finanziellen Vorteil, weshalb die betriebliche Altersvorsorge sich zunehmender Beliebtheit erfreut.
Private Altersvorsorge: Ein zusätzlicher Aufbau von eigenem Kapital wird durch eine private Lebens- oder Rentenversicherung gewährleistet. Hiermit können Sie Ihren Bedarf entsprechend, die Höhe Ihrer Altersversorgung beeinflussen. Aufgrund der zunehmenden Probleme bei der Gesetzlichen Rente, wird diese private Vorsorge immer wichtiger.
Dies sind die drei tragenden Säulen jeder Altersvorsorge. Eigeninitiative wird also immer wichtiger.
Aber welche Vorsorgeform ist für mich die richtige? Und welche kann ich mir überhaupt noch leisten?
Riester-Rente
Die Bundesregierung hat 2002 erkannt, wie wichtig die private Altersvorsorge geworden ist. Sie fördert deshalb mit Hilfe von Zulagen und Steuererleichterungen eine betriebliche sowie private Rentenversicherung. Förderberechtigt sind alle Beitragszahler in die gesetzliche Rentenkasse, sowie Soldaten und Beamte. Je nach Einkommen, kann die Förderung bis zu 80% des Beitrages betragen.
Private Versicherung
Das derzeitige Rentenniveau liegt bei ca. 70% des letzten Einkommens. Die Lücke von 30% kann man individuell und nach Bedarf, mit einer privaten Kapital- oder Rentenversicherung schliessen.
Betriebliche Altersvorsorge
Bei einer Gehaltsumwandlung kann der Arbeitnehmer einen Teil seines Gehalts in eine private Versicherung einfliessen lassen. Außerdem kann das Urlaub- und Weihnachtsgeld umgewandelt werden. Manchmal finanziert der Arbeitgeber auch alleine eine Betriebsrente. Arbeitnehmer wie Arbeitgeber haben durch eine Steuer- und Sozialabgabenbefreiung bis zu einer gewissen Höhe, eine finanziellen Vorteil.