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Welche Anreize schafft der Staat für eine betriebliche Altersvorsorge?

Die meisten Bürger wissen es längst: Die staatliche Rente wird für einen sorgenfreien Lebensabend nicht reichen. Wenn Sie also Altersarmut vermeiden wollen, tut private Vorsorge dringend Not. Vor diesem Hintergrund, gewinnt -auch angesichts der immer unsicherer werdenden Aktienmärkte-
für Sie die betriebliche Altersvorsorge zunehmend an Bedeutung.

 

 

Vorteile und Nachteile einer betrieblichen Altersvorsorge

Eine Investition in eine betriebliche Altersvorsorge weist für Sie viele Vorteile auf. So können Sie bis zu 4440 Euro steuerfrei und bis zu 2640 sozialabgabenfrei in eine betriebliche Altersvorsorge anlegen.
Dies ist erheblich mehr als die 2100 Euro Steuerfreiheit bei der Riesterrente. Zudem senken die Einzahlungen zusätzlich Ihr zu versteuerndes Bruttoeinkommen und auch die daraus zu entrichtenden Sozialversicherungsbeiträge. Im Alter greift zwar dann für Sie bei Auszahlung der im Zuge der betrieblichen Altersvorsorge erwirtschafteten Erträge die nachgelagerte Besteuerung. Da der Steuersatz von Rentnern aber für gewöhnlich erheblich niedriger ist als der von normalen Arbeitnehmern, unterliegt die ausgezahlte Summe nur einer verhältnismäßig niedrigen Besteuerung. Zudem sind Ihre Einzahlungen gesetzlich geschützt, so dass Sie auch bei Bankrott der Versicherung oder ihres Arbeitsgebers nicht Ihr eingezahltes Geld verlieren. Auch ist die betriebliche Altersvorsorge -etwa bei Bezug von Hartz-IV- vor dem Zugriff des Sozialamtes geschützt. Gewisse Defizite weist diese Form der Altersvorsorge gegenüber der Riester Rente aber eventuell bei Zuschüssen und Rendite auf. Eltern mit Kindern bekommen für jedes seit 2008 geborenen Kind bei Einzahlung in eine Riester Rente 300 Euro pro Kind. (Für jedes vor 2008 geborene Kind sind 185 Euro fällig). Sollten Sie also ein Familienvater mit vielen Kindern sein, so profitieren Sie eventuell von der Riester Rente mehr als von der betrieblichen Altersvorsorge. Darüber hinaus, gewährt der Staat auch bei kinderlosen Paaren Zuschüsse von bis maximal 154 Euro pro Person für den Abschluß eines Riestervertrages. Auch die Rendite einer Riesterrente könnte für Sie höher ausfallen als die der privaten Altersvorsorge. Denn bei der Riester Rente bestimmen Sie wie das Geld angelegt wird. Sie können sich also beispielsweise einen sicheren aber dennoch gut verzinslichen Rentenfonds als Anlageform aussuchen. Bei der betrieblichen Altersvorsorge legt hingegen Ihr Arbeitgeber fest, wie das Geld angelegt wird. Wählt dieser eine Anlageform mit niedriger Rendite, haben Sie eventuell das Nachsehen.

 

Fazit:
Die Vorteile einer betrieblichen Altersvorsorge ergeben sich für Sie aus den hohen Freibeträgen und dem
Schutz vor dem Zugriff des Sozialamts, etwa bei Hartz-IV Bezug. Bezüglich staatlicher Zuschüsse und eventueller Rendite, hat sie aber gegenüber der -ebenfalls Hartz-IV sicheren- Riester Rente unter Umständen einige Nachteile.

Geschrieben in: Betriebliche Altersvorsorge, Private Altersvorsorge, Ratgeber

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