Keiner weiß, was einen im Alter erwartet. Wird es ein ruhiger und schöner Lebensabend, oder wird man zum Sozialfall. Die Pflegeversicherung zahlt Leistungen bei einer Pflegebedürftigkeit und ist die 5. Säule der Sozialversicherung. Die Pflegeversicherung gewährt je nach Schweregrad des Pflegefalls Leistungen. Diese gliedern sich auf in Hilfsmittel, Personen die Pflege erbringen, Geldleistungen oder Zuzahlungen zu einem Aufenthalt im Pflegeheim.
Wann zahlt die Pflegeversicherung
Krankenversicherte die gesetzlich versichert sind, haben eine soziale Pflegeversicherung. Private Krankenversicherte sind versichert in der privaten Pflegeversicherung. Der Medizinische Dienst erstellt ein Pflegegutachten, mit dem die Pflegestufe ermittelt wird. Die Pflegestufen gliedern sich in 3 Stufen, wobei der tägliche Hilfebedarf, den ein Patient pro Tag benötigt, als Grundlage genommen wird. Das heißt bei Pflegestufe 1 sind es 90 Minuten pro Tag, bei Pflegestufe 2 180 Minuten pro Tag und Pflegestufe 3 werden 240 Minuten pro Tag veranschlagt. Ist keine dieser Bedingungen erfüllt, erhält der Pflegebedürftige keine Leistungen. Aber nichts desto trotz, kann ein Betreuungsbedarf entstehen, der von der Pflegeversicherung nicht abgedeckt wird. So entstehen dann Kosten, die der Patient gar nicht aufbringen kann.
Nur die Hälfte der Pflegekosten wird von der Pflegeversicherung abgedeckt
Deshalb raten Experten dringend dazu, sich rechtzeitig um eine private Pflegeversicherung zu kümmern, wenn sie im Alter nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sein wollen. Aufgrund der immer älter werdenden Menschen und der damit verbundenen Inanspruchnahme der Pflegeversicherung, stößt diese an ihre Grenzen. Die Zahl steigt stetig und man rechnet bis 2030 mit über drei Millionen Menschen, die pflegebedürftig sind. Dabei muss man wissen, dass nur die Hälfte der Pflegekosten durch die Versicherung abgedeckt ist. Außerdem kann ein alter aber auch junger Mensch ein Pflegefall werden. Hier kann wirklich vorgesorgt werden mit der privaten Pflegeversicherung, die praktisch eine Säule der privaten Altersvorsorge wird. Denn eine private Altersvorsorge ist genauso wichtig, wie eine private Pflegeversicherung. Will man seinen Lebensstandard auch im Alter beibehalten, so wird diese Art der Zusatzversicherung empfohlen.
Private Altersvorsorge und staatliche Fördermittel
Die private Altersvorsorge kann mit staatlichen Förderungen wie der Riester – oder der Rürup-Rente abgedeckt werden. Auch Fondsparen oder verzinsliche Wertpapiere liegen im Trend als private Altersvorsorge. Denn eins steht mit Sicherheit fest, die gesetzliche Rente reicht bei weitem nicht aus, um standesgemäß zu leben. Man denke hier auch an Selbstständige oder Freiberufler, die einen Zugewinn zu ihrer späteren Altersvorsorge haben sollten. Eine Lebensversicherung bietet sich ebenfalls an als private Altersvorsorge. Wer also im Alter nicht auf dem sozialen Abstellgleis landen will und sich trotz einer Pflegebedürftigkeit ein angenehmes Leben gestalten will, der kommt nicht umhin, rechtzeitig vorzusorgen.