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Der Countdown zur Rettung der Banken läuft – Auswirkungen auf meine Altersvorsorge

Am 29. September 2011 hat der Deutsche Bundestag dem erweiterten Volumen des EURO-Rettungsschirms ESF zugestimmt. Angesichts der Aufregung um die Abstimmung und insbesondere auch diejenigen, die ein noch größeres Volumen nicht mittragen wollen haben viele Menschen eine – teilweise unbegründete – Angst um ihre Altersvorsorge. Was ist also zu tun und wie können Sie Ihre Ersparnisse schützen ?

Genau hinsehen ist Trumpf

Eine Bankenkrise mit ihren Folgen für die Menschen ist ja nichts Neues mehr. Dennoch wird die fünfte Weltwirtschaftskrise 2012 größere Verwerfungen mit sich bringen, die auch Auswirkungen auf einen kleinen Teil der Ersparnisse haben werden. Deshalb sollten Sie genau hinsehen, wenn Sie ein Wertpapierdepot haben oder wenn Sie Wertpapiere kaufen wollen. Derzeit werden ja an einigen Gerichten die Klagen enttäuschter Kunden verhandelt, die Inhaberschuldverschreibungen und Zertifikate der amerikanischen Bank “Lehman Brothers” gehabt haben. Ihnen allen ist gemeinsam, dass die Kunden keine Staatspapiere gekauft hatten und keine Kundeneinlagen bei der Bank gehabt haben. Kaufen Sie nach Beratung durch den Kundenberater also festverzinsliche Wertpapiere aus dem Inland oder auch Aktien renommierter großer Unternehmen. Aber keine Inhaberschuldverschreibungen, Zertifikate, Barriere-Anleihen oder Genußscheine. Denn diese werden als sog. “nachrangiges” Kapital im Fall der Fälle nicht als Erste bedient.

Riester-Anlagen sind geschützt

Wer seine Ersparnisse dagegen teilweise in einen Riester-Sparvertrag anlegt, der genießt die Garantie, dass die Summe der Einzahlungen – also die Substanz – erhalten bleibt. Deshalb sollte ein Teil der Altersvorsorge unbedingt in einen Riester Vertrag angelegt werden. Wenn Sie diese zusätzlich noch bei einem Testsieger der Stiftung Warentest anlegen, dann haben Sie eine hohe Rendite bei wenig Risiko und stattlichen Zulagen. Wer seine Einzahlungen nicht in monatlichen Raten tätigt, sondern einmal im Jahr der kann beispielsweise bis Mitte Dezember 2011 mit der Einzahlung warten und hat dann noch mehr Sicherheit, was die Zukunft und die Bankenrettung angeht.

Kundeneinlagen in Deutschland unterliegen einer mehrfachen Sicherung

Zu jeder ausgewogenen Geldanlage gehören auch direkte Anlagen bei einer Bank. Diese erkennen Sie daran, dass Sie Überweisungen dorthin mit Ihrem Namen als Empfänger und einer entsprechenden Kontonummer bzw. Bankleitzahl vornehmen. Die auf ein Tages- bzw. Festgeldkonto oder ein Sparvertragskonto überwiesenen Beträge werden nicht in Wertpapiere umgewandelt. Sie sind eine direkte Einlage bei der Bank. Diese wird verzinst und Ihnen die Zinsen je nach Vereinbarung monatlich, quartalsweise oder einmal pro Jahr gutgeschrieben.

Wer seine Altersvorsorge also auf die beiden wesentlichen Säulen der gesetzlichen Rentenversicherung und die private Altersvorsorge aufbaut, der hat nicht mit wesentlichen Auswirkungen zu kämpfen. In einer Phase der kurzen Konjunkturdämpfung werden lediglich die Zinsen für einen kurzen Zeitraum etwas niedriger sein. Massive Auswirkungen auf die Substanz sind aber aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.

Geschrieben in: Private Altersvorsorge, Ratgeber

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